13 – Plänterwald Vergnügungspark

7 09 2012

Auf ins Grüne. Lust auf frische Luft im Wald.
Der Plänterwald ist groß und wild genug für dieses Vergnügen.

Von der Insel der Jugend starten wir mit einem Feuerwerk aufs Boot und ins sommerliche Treiben. Kinder, Kegel und Köter. Spaziergänger und fliegende Stöcker und endlich eine Baumdecke. Sattes grün von oben und durch die Wipfel schimmert Sonnenlicht auf den teils matschigen Boden.

Der stillgelegte Vergnügungspark ist ein zurückerobertes Stück Natur mit Schienen die die Spuren der Ausflügler zeigen, am Riesenrad vorbei, über grüne Teiche, durch Tunnel und Gebüsch, an gefallenen Dinosauriern vorbei und umrankten Fahrgeschäften.
Nur eine Etappe, denn es geht weiter in den Wald hinein. Nicht mehr nur gucken, sondern den Fährten nach, dicht am Boden entlang, unter dem niedrigen Laub der jungen Bäume. Ja, dort führt eine Spur entlang, eine Abkürzung zum Wasser.

Die Plansche unter freiem Himmel. Kein Freibad, kein Becken, nur alle 10 Minuten Fontänen, Duschen, Düsen und Schläuche, die Wasser für 10 Minuten speien. Hier rennen die Kidies nackt umher und sind in amüsanter Gesellschaft ganzer Kindergartengruppen aus verschiedenen KiTas in Treptow. Hier wachen aufmerksame Bademeister mit Sinn für Zeit. Hier gibt es Sonne, Wiese und Wasser auf warmen Asphalt. Eine Wonne.

Wir überwinden einen Zaun und sehen, dass das Vergnügen für die Jungs und Mädchen als Indianer oder Schaffner möglich ist, in einem dichten Wald hinter dem Holztippi um einen Baumstamm. Ideal, um Verstecke zu spielen und mit dem Stock Laub von den niedrigen Ästen zu schlagen. Unterholz liegt im Weg oder ein ganzer Baumstamm, der eine Lichtung geworfen hat. Ein hohes Blattschiff einer wäldlichen Kathedrale.
Hier ist der Wald spürbar. Moos hängt im morgendlichen Nebel, Tau im Vormittag und Dampf über dem Abend vom Spreeufer des nordöstlichen Waldrandes.
Wie viel Kinder in diesem Wald finden werden, kann der weitere Weg nur andeuten. So einige Weggabelungen schaffen so viele unerkundete Bereiche aus Strauchwerk, Schlupflöchern, Nestern, Schlangehäuten, Fraßresten und andere Wechselspuren. Alles dort ist völlig veränderlich! Ein Abenteuerparcour im grünen Dickicht.

Aber zurück zur Spree und noch einmal übersetzen. An der Polizei vorbei und dem Ruderverein.
Der Ausflug hatte seine Länge und so fällt die Nacht über uns. Doch wir schauen nur zu, es gibt keine Erschöpfung des Weges. Er führt erst noch nach Neukölln.

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2 responses

12 09 2012
Mel

Vielen Dank für die tollen Bilder aus meiner Heimatstadt!
Bin vor 18 Jahren nach München gezogen und kann nun einmal sehen, was sich alles so verändert hat. Bitte mehr davon!
Viele Grüße aus München…Mel

14 09 2012
evemcfar

Das freut mich sehr zu hören. Ich komme dem Wunsch nach;-)
In Berlin verändert sich innerhalb eines Jahres schon so viel, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es für Dich ist.
Grüße nach München.

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