Ein bewegter Zeitraffer

15 09 2014

Es war mir ein Bedürfnis die Bewegung in einen Zeitraffer zu bekommen.

So oft habe ich Zeitraffer von Bäumen, Abenden, Tagen oder Jahren von einer Position aus gesehen. Sie sind beeindruckend, wirken für den Betrachter nahezu erhaben und doch sind sie langweilig. Ihnen fehlt nicht das gewisse Etwas, ihnen fehlte in meinen Augen Bewegung.

Ein Objekt im Zeitraffer wirkt für mich so sehr zweidimensional, obwohl die Dimension Zeit dazu gekommen ist ;-p

Die Plastizität, die von der Siegessäule ausgeht oder dem Geldzähler, wirkt neben 3D Animationen harmlos und zu nah an der Wirklichkeit. Es kommt fast zu einem Uncanny Valley für die echten Statuen. Doch ich kann mich nicht entscheiden, wie es bei dem bewegten Zeitraffer ist. Endlich ist da eine räumliche Dimension. Die Fluchten ändern sich mit jedem Bild, die Bäume wandern in der Tiefe.
Das wäre erst einmal nichts Besonderes, wirken die Fotoreihen einer Seitwärtsbewegung hingegen aber normalerweise fade. Da bräuchte es kein stop-motion, da kann dann auch ne Kamera eine bessere Aufnahme machen.

Aber ich bin sehr zufrieden mit den Aufnahmen in der Hasenheide. Es ist zwar nur ein überschaubarer Zeitraum gewesen und ich hätte gern ein ganzes Jahr dokumentiert, doch ich bin umgezogen.

 

Advertisements




Tempelhofer Wolken

23 10 2012

Für mich ist es ein Genuss den Wolken zuzuschauen. Das Glück und der Wind kamen mir dabei sehr entgegen.
Eigentlich hatte es an dem Tag heftig geregnet und der Himmel blieb ständig grau. Doch zum Nachmittag lockerte die Wolkendecke auf und die Sonne brach ab und an durch. Das Licht in der gewaschenen Luft hatte seinen eigenen Reiz. Dazu kam noch der tobsüchtige Wind. Auf dem Tempelhofer Feld gab es keinen Platz mit Windstille. Das Stativ musste ich beschweren, damit es nicht kippt und doch wackelte das Bild. Darum sind die ersten Aufnahmen so unruhig.
Aber was beschwere ich mich. Alles, was danach kam, hat sich gelohnt. Die Wolken zogen tief hängend über das Feld und boten ein illustres Schauspiel. Und zum Ende war mir halt das Glück hold und der Himmel klarte auf. Die Wolken, die dann noch ziehen, sind vom Heizkraftwerk in Schöneberg. Der ansonsten völlig klare Himmel bot keine Überraschungen mehr und so schwenkte ich zurück zum Fernsehturm, wo zur Freude Flugzeuge im Hintergrund in Tegel landeten und Berlin, ach so geschäftig, als Metropole erscheinen lassen.